G O L D E N  T W E N T I E S


Wie auch das Zeitalter der "goldenen" 1920er Jahre mit seinem Glanz und Glamour leuchtet auch unsere Haut zwischen Anfang bis Ende 20 am meisten. Rosiger Teint, beinahe unsichtbare Poren und ein faltenfreies und strahlendes Gesicht – die Haut in den 20ern gilt als pflegeleicht und nahezu makellos. Die Pubertät mit fiesen Pickeln liegt endlich hinter uns und um Falten brauchen wir uns noch lange keine Sorgen zu machen.

Ganz so einfach ist es allerdings meist nicht. Denn oft neigt die Haut nach wie vor zu kleinen Unreinheiten oder ist empfindlich und trocken. Und auch wenn auf den ersten Blick noch keine äußerlichen Merkmale zu erkennen sind, beginnt der Alterungsprozess der Haut bereits mit etwa dem 25. Lebensjahr.

In den 20ern lautet das Motto „Leben und genießen“

Zwar ist der Alterungsprozess genetisch bedingt, aber auch unsere Lebensweise spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Stress im Studium, Prüfungen oder der erste Job, in dem wir besonders ehrgeizig sind, nehmen Einfluss auf unser Hautbild. Und nicht zuletzt sind es Umweltbelastungen, UV-Strahlen und die Ernährung. Da macht unsere Haut oftmals so einiges mit.

 

Die richtige Pflege ist jetzt besonders wichtig, denn damit bestimmen wir unser späteres Aussehen. Es gilt die Devise: Wer richtig pflegt, bleibt länger jung.

Young Care - auf die richtige Pflegeroutine kommt es an

 

Nach einem anstrengenden Tag oder einer durchfeierten Nacht endlich daheim, möchte nur noch ins Bett fallen.

 

Aber nicht, ohne vorher noch schnell die Make-up Reste zu entfernen und das Gesicht zu reinigen. Denn auch wenn unsere Haut jung und widerstandsfähig ist, führen Make-up Reste und Schmutz zu verstopften Poren und Pickeln. Außerdem regeneriert die Haut über Nacht und kann Wirkstoffe besonders gut aufnehmen.

 

Mit dem Reinigungsritual beginnen wir auch den Tag, es erfrischt die Haut am Morgen und entfernt Talg und Schweiß, den sie nachts abgibt. Wichtig sind milde Produkte, die die Haut nicht reizen und den Hydrolipidfilm, die natürliche Schutzschicht der Haut, nicht zerstören.

 

Das A und O für die junge Haut ist Feuchtigkeit, egal, mit welchen Hauttyp wir es zu tun haben. Ein Serum mit natürlicher Hyaluronsäure zieht rasch ein und bindet die Feuchtigkeit in den tieferen Hautschichten. Darüber kommt eine leichte Pflegecreme, die auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt ist. BB oder CC Cremes haben den Vorteil, dass sie mehrere Funktionen in einem Produkt vereinen: Pflege, leichte Tönung und sie korrigieren kleine Unebenheiten.

 

Zu Unreinheiten, großen Poren und öligem Glanz kann es leider auch noch lange nach der Pubertät kommen. Hier empfehlen sich schonende, reinigende Produkte, zum Beispiel mit Heilerde. Zwischendurch kann die Haut mit Gesichtswasser oder Reinigungstüchern von überschüssigem Talg und Fett befreit werden, die das Bakterienwachstum hemmen. Wichtig: Keine Teenie-Kosmetik gegen Akne verwenden, denn diese enthält Alkohol und ist meist zu aggressiv und lässt die Haut leicht austrocknen.

 

Wer unsicher ist, welche Produkte die richtigen sind, kann bei der Kosmetikerin den eigenen Hauttyp analysieren lassen.

Beauty-Extras können mehr

Neben der Basispflege schaffen ergänzende Produkte ein tolles Hautbild. Peelings eignen sich super, um Unreinheiten vorzubeugen und abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen. Die Haut wird gut durchblutet und wieder wunderbar glatt, weich und strahlend. Sanfte Enzympeelings können problemlos zweimal pro Woche angewendet werden, ohne die Haut zu strapazieren.

 

Wirkstoffe aus Gesichtsmasken dringen tief in die Haut ein und sind deshalb besonders wohltuend. Zu einem echten Wellness-Erlebnis gehören sie einfach dazu. Je nach Funktion spenden die Masken lang anhaltend Feuchtigkeit, wirken entzündungshemmend und reinigen die Poren. Außerdem versorgen sie die Haut mit Vitaminen – und das tut ihr sichtbar gut.

 

Und wie sieht es nachts aus, braucht man wirklich eine spezielle Creme für den Schönheitsschlaf? Das lohnt sich tatsächlich. Nachtcremes oder die neuen Sleeping Cremes versorgen die Haut gezielt mit den Nährstoffen, die sie bei der nächtlichen Regeneration braucht.

Vorbeugen lohnt sich

Das wichtigste vorbeugende Mittel gegen Falten sind Produkte mit einem hohem Lichtschutzfaktor. Brauchen wir nur im Sommer?

 

Von wegen! UV-Licht schädigt die Haut auch im Winter, besonders im Schnee und in höheren Lagen kann sie unreparable Schäden verursachen. Auch Besuche im Solarium sollten wir deshalb lieber zur Ausnahme machen oder ganz bleiben lassen.

Für spezielle Anti-Aging-Produkte ist es aber tatsächlich noch zu früh. Die Produkte sind für reifere Haut konzipiert und für junge Haut zu reichhaltig. Die Poren verstopfen, weil Talg und Schweiß nicht abfließen können, es kommt zu Entzündungen und Pickeln.

 

Zudem enthalten Anti-Aging Cremes oft Retinoide und Alpha-Hydroxy-Säuren (AHAs). Die Inhaltstoffe sind für junge Haut nicht nur nutzlos, sondern können auch dazu führen, dass die Haut weniger Wasser speichern kann und somit austrocknet. So passiert genau das, wovor wir unsere Haut doch eigentlich schützen wollen: Die Zellen können geschädigt werden und die Haut altert rascher.


Also sollten wir in den 20ern besser die Finger von Anti-Aging Produkten lassen, dafür ist nun wirklich noch genug Zeit. Stattdessen konzentrieren wir uns, mit den richtigen Beautyprodukten, auf einen gesunden Lebensstil – so bleiben wir schön in jedem Alter.